So langsam neigt sich unsere Zeit hier in Spanien dem Ende. Da wir die letzte Woche hier im Süden noch etwas vom Land sehen wollten, haben wir uns dazu entschieden eine Woche nach Andalusien zu fahren – besser gesagt zu fliegen. Hier von Barcelona gibt es günstige Flüge nach Sevilla. Von dort sind wir dann mit dem Mietauto los um die Gegend zu erkunden. Von Sevilla sollte es nach Cordoba über Granada nach Cadiz gehen und von dort zurück nach Sevilla. Gesagt getan.
Am 01.01. mussten wir unsere liebgewonnene Wohnung in Barcelona verlassen und sind von dort direkt (und mit einem etwas dicken Kopf) zum Flughafen gefahren. Ich war etwas nervös, da es nicht 100% sicher war, ob wir fliegen können. Wie einige von euch schon mitbekommen haben, wurde mir einige Tage zuvor die Handtasche geklaut. Vom Konsulat habe ich mir ein Ersatzausweis besorgt, der aber eigentlich nur zum Flug nach Deutschland gültig ist … aber wir haben uns ganz umsonst Gedanken gemacht. Es gab weder auf dem Hin- noch auf dem Rückflug Probleme.
Warum gerade Andalusien? Andalusien ist die südlichste Region in Spanien und wir besonders stark vom Tourismus bereist. Gerade die Costa del Sol und die Costa de la Luz sind bei vielen sehr beliebt. Für uns waren aber vor allem die maurischen Bauwerke in Cordoba und Granada mit der Alhambra und die weißen Dörfer bei Ronda und Sevilla interessant. Römische und arabische Architektur, Renaissance und der prachtvolle Barock haben Andalusien ein reiches Erbe hinterlassen. Andalusien ist eine Region mit einer langen Geschichte. Architektonische Zeugen aus der Zeit, als die Mauren über weite Teile Spaniens herrschten, kann man bis heute in Andalusien finden. Außerdem hat dieser Teil Spaniens eine große landschaftliche Vielfalt zu bieten: die touristisch sehr gut erschlossene Küstenregion, fruchtbare Flusstäler oder auch die Sierra Nevada, das höchste Gebirge auf der Iberischen Halbinsel.
Und wir wurden nicht enttäuscht. Der erste Tag in Sevilla war sonnig und traumhaft. Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, ist ein Stadt die sehr viel zu bieten hat. Beeindruckend sind vor allem die vielen Apfelsienenbäume die hier überall stehen. Sie geben der Stadt einen sommerliches Flair und das im Januar. Die immergrünen Bäume mit den Früchten sehen einfach traumhaft und machen unter dem makellosen blauen Himmel gute Stimmung.
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Der Alcazar Palast ist entschieden eines der beeindruckendsten Bauwerke Sevillas, und wenn ihr diese Stadt besuchen solltet, dann sollten ihr euch einen Besuch im El Alcázar auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist eine Festungspalast, dessen Errichtung von Al Ramán II im Jahre 913 angeordnet wurde. In den folgenden Jahrhunderten dient es als Residenz für viele Monarchengenerationen. Heutzutage ist es die Residenz Seiner Majestät dem König Juan Carlos wenn er in Sevilla zu Besuch ist. Weiter ging es nach Cordoba auch hier gab es ein sehr beeinruckendes Gebäude zu sehen. Die Moschee und Kathedrale auch “Mesquita” genannt. Mit einer Fläche von 23.000 Quadratmetern ist sie die drittgrößte Moschee der Welt, und eines des schönsten und originellsten Bauwerke in ganz Spanien. Originell ist die Mezquita deswegen, weil die ehemalige Moschee Christianisiert wurde. Der Innenraum beeindruckt durch seinen Wald an riesigen Torbögen (über 1000) aus Onyx, Marmor und Granit im maurischen Stil in dem eine Kathedrale gebaut worden ist – zwei total unterschiedliche Stile finden sich hier wieder. Außen befindet sich ein bezaubernder Orangengarten (Patio de las Naranjas).
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Weiter ging es dann nach Granada. Granada ist in vieler Hinsicht etwas besonderes. Granada liegt in etwas über 700 Metern Höhe über dem Meeresspeigel am Fuß der “Sierra Nevada”, dem höchsten Bergmassiv Spaniens (der höchste Berg, Mulhacén, ist 3478 m hoch), mit einem hervorragenden Wintersportangebot. Daraus ergeben sich auch die extremen klimatischen Bedingungen: Granada ist im Winter sehr kalt (für Andalusien) und kann im Sommer extrem heiß werden.
Must-do in Granada: Neben dem obligatorischen Besuch der Alhambra sollten man auch einen Spaziergang durch den historischen Albayzin (die maurische Altstadt, gegenüber der Alhambra) machen und den “Mirador de San Nicolas” besuchen, einer der schönsten Aussichtsplätze im Albayzin.
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Die letzten Tage haben wir dann in Cadiz verbracht. Das Meer bestimmt nach wie vor das Leben der 126.770 Einwohner (2009) zählenden Provinzhauptstadt. Von hier fahren Schiffe nach Afrika und zu den Kanarischen Inseln; es wird Fischerei und Salzindustrie betrieben und auch der Tourismus ist bedeutungsvoll. Neben dem Karneval hat auch der Flamenco eine lange Tradition. Die Hauptstadt der Provinz Cadiz lädt mit ihrer wunderbaren Altstadt zum gemütlichen Stadtbummel ein. Die Viertel “El Populo“ , “La Vina” und “Santa Maria” begeistern, da sie mit ihren alten Bauwerken in einem starken Kontrast zu den neuen Hochhäusern der modernen Stadt stehen. Der antiken Geschichte und der Inschrift des Stadtwappens nach ist Herkules Gründer und Herrscher von Cadiz und somit auch Erbauer dieser antiken Viertel. Historisch nachgewiesen errichteten jedoch die Phönizier die heutige Stadt, die jährlich ausländische aber auch einheimische Sonnenhungrige anzieht. Auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter. Ein krönender Abschluss unserer Spanienreise
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Nun heißte es so langsam Abschied nehmen. Eine Nacht verbringen wir noch in Barcelona und dann geht es zurück nach Stuttgart. Für uns war es eine traumhafte Erfahrung. Schön, dass ihr uns auf unseren Weg begleitet habt. ![]()

















































